KinderMitWirkung

Hier reden und wirken Kinder mit! Beim Projekt KinderMitWirkung machen jedes Jahr rund 40 Kinder aus Basel in ihrer Freizeit mit. Gemeinsam überlegen sie, wie die Stadt kinderfreundlicher werden kann, also so, dass sich Kinder sicher und wohl fühlen. Ihre Ideen übergeben sie der Regierung.


Die Kinder arbeiten in Gruppen an verschiedenen Themen, die sie direkt betreffen: zum Beispiel Spielplätze, Grünraum Schule und Verkehr. Vier Ideen übergeben sie als konkrete Anträge jeweils im Januar der vorstehenden Person des Erziehungsdepartements. Die Antwort der Verwaltung folgt im April direkt an die Kinder. Nach Möglichkeit werden umsetzbare Ideen bis Juni unter Mitwirkung der Kinder verwirklicht.

Im Projekt «KinderMitWirkung» erleben sich Kinder als Teil der Gesellschaft. Sie bringen sich zu Anliegen ein, die sie unmittelbar betreffen. Das Kinderbüro fördert die Umsetzung der Partizipations-Rechte auf kantonaler Ebene.

Das Projekt richtet sich an Basler Schulkinder von der 2. bis zur 6. Primarstufe. Die Anmeldung erfolgt individuell.

Sicherheit im Verkehr

Kinder, die zu Fuss unterwegs sind, sollen sich sicher fühlen. Weil Kinder den Verkehr anders wahrnehmen als Erwachsene, hat die Gruppe die grössten Herausforderungen analysiert und viele Ideen. Zum Beispiel empfinden Kinder die Fussgängerstreifen als sicher. Daher plädiert die Gruppe dafür, dass diese auch in 30er-Zonen beibehalten werden. Ein weiteres Anliegen ist, die empfohlenen Schulweg-Routen unterwegs farblich zu markieren. Und: Ampelanlagen mit Konfliktgrün sollen vor allem in der Nähe von Schulhäusern, Spielplätzen und kinderreichen Quartieren abgeschafft werden. «Verkehrssicherheit ist natürlich ein sehr wichtiges Thema», antwortete Mustafa Atici den Kindern. «Das nehmen wir ernst.»

Grünes Basel

Zwischen grauen Betonwänden fühlen sich Kinder nicht wohl. Die Gruppe «Grünes Basel» fordert mehr Grün in der Stadt – als Schattenspende, als Farbklecks und als Wohnraum für wildlebende Tiere. Ihre Ideen: Mehr Begrünung von Tramgleisen, mehr Insektenhotels, mehr Wildwiesen auf unbenutzten Flächen und mehr bepflanzte Pausenplätze. Regierungsrat Mustafa Atici betonte die Wichtigkeit der Themen Grün und Klima. «Wir lassen uns von den Ideen der Kinder inspirieren.»

Halte Basel sauber

Abfall am Boden stört. Die Kinder von «Halte Basel sauber» fordern eine gepflegte Umgebung. Ihr Anliegen ist es, Natur und Umwelt zu schützen und das Recycling mit neuen Mülleimern einfacher zu machen. Um ihre Idee zu veranschaulichen, haben sie einen Prototyp eines Trennungssystems gebaut. «Zwar gibt es schon so ähnliche Abfalleimer, aber zu wenige», sagten die Kinder. «Wir wollen die Menschen daran erinnern, denn Müll zu trennen und zu entsorgen.» Weitere Ideen: Plakate und Schilder sollen Aufmerksamkeit schaffen.

Ideus maximus Spielplatzmitwirkung

Auch ältere Kinder wollen draussen spielen. Aus Sicht der Mitglieder dieser Gruppe sind die bestehenden Spielplatzangebote meistens für jüngere Kinder. Ihre Ideen: Kletterangebote, Hindernisse für Parkour, Pumptrack, mehr Spielkisten sowie Spielplätze für verschiedene Altersgruppen. «Es wäre toll, wenn es in jedem Quartier einen Spielplatz für 8- bis 13-Jährige geben würden», so die Kinder. Und: «Wir möchten, dass Kinder immer mitreden können, wenn etwas Neues gebaut wird.»

«KinderMitWirkung» 2026/27

Ab August 2026 kann man sich hier
für die nächste KinderMitWirkung anmelden.